Krimis aus Finnland

Ratamo und Soininvaara, Hanhivaara und Kirstilä, Jansson und Nykänen:

Sie Alle haben etwas gemeinsam: sie leben in Finnland und einer von ihnen wurde jeweils von dem Anderen erschaffen. Krimis sind ihre Welt, Krimis in Finnland ihr Leben – so könnte man von Autoren wie Soininvaara, Kirstilä, Nykänen oder einigen anderen sagen und man läge wahrscheinlich nicht falsch. Ihre Tatorte liegen in ihrer Heimat, in der Gegend, wo sie sich auskennen, wo sie den Leser bis ins Detail mit sich nehmen können und neben den spannenden Geschichten auch noch für ihr Finnland begeistern können. Ein Stil, wie man ihn besonders gerne in skandinavischen Krimis findet.

Finnland ist ein Land, welches sich sprachlich von seinen skandinavischen Nachbarn Schweden und Norwegen aber auch von dem östlich gelegenen Russland unterscheidet. Beinahe so groß wie Deutschland ist Finnland nur dünn besiedelt und verfügt über eine reichhaltige, teils unberührte Natur. Sei es das Lappland im Norden, das Hügelland im Osten, die Seenplatte im Landesinneren, die Österbotten oder die südfinnische Küstenebene, die beeindruckende Fauna und Flora des Landes ist allgegenwärtig. Über 42.000 Arten an Pflanzen und Tieren breiten sich über Finnland aus und mit ihnen sind so seltene Exemplare wie die Saumaa-Ringelrobbe oder das Gleithörnchen vertreten. Nadelwälder, Flechten, Moose und Blaubeersträucher beherrschen das Bild der Pflanzenwelt und stellen – neben einigen anderen Arten – das Sinnbild von Finnland dar. Gilt Finnland vielfach als ein naturbelassenes und wenig bekanntes Gebiet Europas, sind es vor Allem die Autoren der finnischen Krimis, die vermehrt dafür Sorge tragen, dass sich dies ändert. So entführen sie ihre Leser in eine Welt, in der am Ende ihrem Publikum nicht nur Helsinki ein Begriff ist, sondern auch viele andere finnische Ortschaften, die plötzlich einen ganz neuen Reiz darstellen.