Die Menschen, die es nicht verdienen von Hjorth und Rosenfeld

Rezension zu

Inhalt von „Die Menschen, die es nicht verdienen“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeld

Die Menschen, die es nicht verdienenDie Medien sind schuld! Das jedenfalls ist die Meinung des Mörders, der Sebastian Bergman in seinem neusten Fall beschäftigt. Die Kritik des Killers an der Verdummung der Zuschauer durch das Fernsehen trifft als ersten den jungen Mirre, der in einer Dokusoap auftrat und damit für kurze Zeit zu fragwürdigem Ruhm gelangte.

Mirre wird entführt und soll nun, um vielleicht doch noch Bildung zu beweisen, einen Fragebogen abarbeiten – was ihm nicht gelingt und somit sein Schicksal besiegelt. Für den Mörder ist Mirres Versagen der Beweis: Manche Menschen verdienen es nicht, im Rampenlicht zu stehen. Für Sebastian Bergmann scheint klar, dass er es mit einem hoch intelligenten Gegenspieler zu tun hat.

Eine echte Herausforderung für Bergman… aber sein Versuch, sich mit dem Killer zu messen, wird zur Todesgefahr.

Kritik zu „Die Menschen, die es nicht verdienen“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeld

Beißende Sozialkritik, verpackt in einem spannenden Krimi: Hjorth und Rosenfeld verstehen es, ein aktuelles und kontroverses Thema aufzugreifen und es trotzdem unterhaltsam anzubieten. Die Frage, ob sich wirklich jeder entblöden sollte, sich in der Öffentlichkeit darzustellen, obwohl er im Grunde nichts leistet, ist des Nachdenkens wert. In „Die Menschen, die es nicht verdienen“ wird sie auf die Spitze getrieben von einem Serienmörder, der sich mit seiner Intelligenz über andere erhebt. Klar, dass so etwas einen besonderen Reiz für Sebastian Bergman darstellt und an seinen faszinierenden Erzfeind Hinde erinnert.

Das alles ist packend erzählt, in einer flüssigen, rasanten Geschichte mit nur wenigen Längen. Natürlich werden auch die privaten Storys der Ermittler weitergesponnen. Allen voran Sebastian Bergman, der immer noch mit seiner Sucht kämpft und neue Wege sucht, seine Vergangenheit zu verarbeiten. Besonders schwer zu ertragen ist für mich Billy, seine Sichtweise wird immer extremer. Insgesamt hätten die Autoren jedoch all die privaten Probleme des Ermittlerteams straffen können – gelegentlich nehmen die ein bisschen die Luft raus.

Fazit zu „Die Menschen, die es nicht verdienen“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeld

Auch in diesem Band haben es Hjorth und Rosenfeld verstanden, einen interessanten Konterpart zu Sebastian Bergman zu kreieren, was in einem wahren Psychoduell gipfelt. Die Spannung in diesen Teilen des Romans ist großartig, ich hätte mir noch mehr Szenen mit den beiden gewünscht. Ein Knaller ist der Cliffhanger am Ende von „Die Menschen, die es nicht verdienen“. Große Überraschungen oder Neuerungen bietet der Band allerdings nicht – doch auch gewohntes kann schließlich gut unterhalten.

Quelle: www.buecherverkaufen.co

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